Samstag, 16. März 2013

Aggression runter, Scheibe hoch

Dieser Blogpost würde anders aussehen, wenn ich ihn heute Morgen geschrieben hätte. Er wäre möglicherweise nicht so interessant, wenn ich ihn jetzt am Abend schreibe. Denn am späten Nachmittag ist mir was passiert, was mir nicht noch einmal ein meinem Leben passieren wird. Aber alles der Reihe nach.
Am Dienstag Abend habe ich endlich die Fehlermeldung wegmachen können, die immer kommt, wenn ich den Gratismonat der X-Box Live Mitgliedschaft einlösen möchte. In einem Internetforum bin ich dann fündig geworden: Ich musste meine Kreditkarte zu meinen Zahlungsoptionen hinzufügen. Ergibt ja Sinn, wenn ich etwas für lau haben möchte. Ich bin gespannt, ob die "Buchung" bei meiner Kreditkartenabrechnung aufgelistet wird. Aber naja.
Durch die Gold-Mitgliedschaft, konnte ich endlich bei FIFA 13 gegen andere Spieler spielen. Natürlich habe ich mit meinem Lieblingsverein Bayern München gespielt. Als erstes habe ich ein einfaches Spiel, was sich nach dem Spiel rausstellte, mit einen englischen Teenager gespielt; er hat die Nationalelf von Brasilien gewählt. Da das mein erstes Online-Spiel war und ich meiner Meinung nach nur mittelmäßig spiele, habe ich mich in der ersten Halbzeit zu einem 0:1 Rückstand gezittert. Dann in der zweiten Hälfte habe ich das ganze Ding dann gedreht. Mit einem spektakulären Tor habe ich erst mal, wie mein englischer Kommentator immer sagt, gelevelt. Vor seinem Anstoß hat er mir mein Gegenspieler eine Nachricht geschickt. Ich war gespannt, was er mir geschrieben hat, aber ich musste bis zum Spielende warten. Dann ungefähr in der 80. Minute habe ich das 2:1 Siegtor reingemacht. Vor seinem Anstoß hat er mir wieder eine Nachricht geschickt, genau so wie nach dem Spiel. Als ich dann mein Postfach aufgemacht habe und ich mir die erste Nachricht angeschaut habe viel mir auf, dass er mir Sprachnachrichten geschickt hat. In den zwei Sekunden war ein lauter Schrei zu hören. Bestimmt hat er sich nicht über das 1:1 gefreut. Beim 2:1 hat er dann das böse F - Wort lang gezogen; in der selben Lautstärke wie der Schrei zuvor. Sein zweites F - Wort war dann etwas ruhiger, aber mit mehr Druck in der Stimme, wenn Du weißt was ich meine. Also er war immer noch nicht sehr über das Ergebnis erfreut. Hätte er mal besser gespielt. :) Das zweite Spiel war dann wieder gegen einen englischsprachigen Teenager und wieder gegen Brasilien. In den ersten zwei Minuten, die wir gespielt haben, konnte ich seine Stimme hören. Er lief auf dem rechten Flügel auf mein Tor zu und flüsterte "Slide me, b*tch. Slide me b*tch." Ich kenne keinen, der sich gerne grätschen lassen möchte, doch dann kam dieser kleine Frechdachs. Nach ich das 2:0 versenkt habe, hat er dann die Verbindung gekappt. Was für ein Arsch! Mich erst beleidigen und dann nicht verlieren können... Nachdem ich dann im nächsten Spiel vom FC Liverpool mit 5:0 (oder mehr) weggeputzt habe, habe ich nicht nach dem 2:0 den Stecker gezogen. Obwohl es im Nachhinein besser gewesen wäre. Hätte ich nicht das Elend mit ansehen müssen, was sich mein Spielaufbau nennt. Das Endresultat an diesen Abend war dann von 5 Spielen 3 Siege für mich. Nicht schlecht für meinen ersten Online-Auftritt, finde ich.

Warum "Aggression runter" wäre nun geklärt. Jetzt kommt "Scheibe hoch". Leider.

Anscheinend war ich an diesem Nachmittag nicht der Einzige mit der Idee, mein Auto zu waschen. Denn als ich auf das Gelände von Shell raufgefahren bin, hat sich schon eine lange Schlange or der Waschanlage gebildet. Mit meiner Wasch - Sammeltreuedings - Karte knapp zwei Jahre lang zehn Wäschen gesammelt habe, habe ich mir natürlich die teuerste Wäsche als Gratiswäsche gegönnt. Als ich dann so in der Schlange stand habe ich mir gedacht, ich nutze die Wartezeit geschickt und mach schon mal den Innenraum mit meinem Spray sauber, den ich aus dem Keller genommen habe. Nachdem der Chemiecocktail mit dem Geruch von grünem Apfel nicht mehr aushalten konnte, habe ich auf beiden Seiten die Scheiben runtergemacht. Nachdem ich dann fertig war und mir es dann ein bisschen zu frisch wurde, habe ich dann die Fahrerscheibe hochgemacht. Als ich dann endlich an der Reihe war, mein Auto in die Waschanlage zu fahren, habe ich natürlich die Beifahrerscheibe vergessen. Und natürlich, wie es auch kommen musste, ist es mir erst eingefallen, als die Waschanlage schon lief. Schöne scheiße. Schade, dass der Föhn auch nicht das Innere erreichte. Musste ich das "manuell" machen. Es war alles nass, was nass werden konnte! Es stand sogar teilweise das Wasser. Mit einem Lächeln, habe ich dann mit dem Rest der mitgebrachten Küchenrolle den Innenraum trockengerubbelt.  Mit der gesparten Zeit in der Warteschlange war ich dann wohl auf plus minus 0. Auf dem nach Hause Weg habe ich die Heizung auf max aufgedreht.

Was für eine Woche...

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