Sonntag, 24. Februar 2013

Ein Relikt und Leute aus vergangener Zeit


Irgendwie jede Woche einen neuen Blogbeitrag zu posten ist quantitativ gut, aber die Qualität wird dadurch leider stetig sinken. Es gab in dieser Woche nicht so viel tolles, woraus man n tollen und interessanten Post machen könnte. Wenn man den Mittwoch und Samstag Abend nicht berücksichtigt. 
In der Berufsschule im Fach Programmieren bauen wir gerade einen Briefmarkenautomat nach. Aber nur die Funktionen, um sich Briefmarken auszusuchen und eine Fake Markenausgabe. Worüber mein Lehrer und ich uns aber noch uneinig sind, ist der Korrektur Button. Als ich zuletzt vor so einem Automaten stand meinte ich in Erinnerung zu haben, dass man nur die letzte Eingabe widerrufen kann. Mein Lehrer meint, man könne alles widerrufen. Tja, da wir während der Schulstunden keine Besichtigung unternehmen durften und in der Pause lieber zu Mces, Subway, Penny oder Media Markt gehen (die Schule hat echt ne super Lage), bleibt das Geheimnis ungelüftet. Da mich das aber dann doch interessierte, bin ich am Mittwoch nach der Arbeit bei mir in der Stadt zur Post gefahren, um mir die gelbe Kiste mal anzusehen. Und siehe da, mein Lehrer hatte Recht. Um die Funktionen der anderen Auswahlpunkte wie „Wunschwert“ und „Vorratskauf“ zu klären, habe ich jeweils mit meinem Handy ein Foto des Displays gemacht. Vorher habe ich mich umgeschaut, ob mich jemand beobachtet. Warum hab ich das gemacht? Was  soll bitteschön daran merkwürdig sein, wenn ein 21-jähriger vor einem Briefmarkenautomat steht und mit seinem Smartphone Fotos davon macht? ALLES! Wer in meiner Altersgruppe verschickt heutzutage noch echte Briefe? So richtig mit Adresse aufschreiben und zum Briefkasten gehen. Nicht zu vergessen die Briefmarke. Es ist schon krass, wie sehr das Internet uns körperlich faul gemacht hat, ein Klick und das Geschriebene ist per Mail auf dem Weg zum Empfänger. Am gleichen Tag. Warum eigentlich „Mail“? Dieser Vorgang müsste doch eigentlich „E-Mail“ heißen, da das ja übers Internet geht und nicht offline. Wenn jemand in Deutschland „Mail“ sagt, ist klar, dass die „E-Mail“ gemeint ist. Was denkt aber ein englischsprachiger Mensch, wenn jemand „Mail“ sagt? Da wir in 2013 leben würde ich sagen das faule Mail verschicke, da wir ja, wie viele bemerkt haben, in einer computergesteuerten Zeit leben. 
Als ich dann nach Hause fahren wollte, hab ich dann doch jemand gesehen, der mich mit einem Gesichtsausdruck anguckt nach dem Motto: „Was machst Du da? Du machst n Foto von dem Ding? Gehts dir noch gut?“. Bestimmt hat er gedacht, dass ich das Ding auf Instagram hochlade mit der Bildunterschrift: „Weiß jemand, wie das Ding funktioniert?“ oder „Ich geb jedem unter 20 Jahren 10 Euro der mir sagen kann, was das ist.“. Oder so.

Am Samstag Abend ein Treffen meiner alten Realschulklasse statt. Obwohl ich mit den meisten nichts mehr zu tun habe, war ich schon aufgeregt, wie die nach 5 Jahren so aussehen. Was sie so erlebt haben. Deswegen geht man ja auch zu so nem Treffen auch hin. So viel kann das ja nicht sein, war ich der Meinung. Aber was ich noch nicht wusste, ich werde falsch liegen.
Also bin ich blauäugig um 19 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt hingegangen. Vor dem Cafe traf ich die Veranstalterin und meinen ehemaligen Banknachbar während der 9. Klasse. Von den 30 Leuten, die wir einst waren, sind unglaubliche fünf, in Zahlen „5“, erschienen. Schade eigentlich. Pia, die uns zusammengetrommelt hat, sagte, dass viele aus nachvollziehbaren, privaten Gründen nicht gekommen sind. Andere bekamen plötzlich eine Grippe oder mussten noch 25 Seiten für irgendwas schreiben. Es gab aber auch welche, die keinen Bock hatten. Der Abend verlief ganz gut. Nachdem man so erzählt hat, was man grade so macht, mit wem man noch so Kontakt hat und was man sonst so in der halben Dekade in der Weltgeschichte getrieben hat, trat phasenweise ein Moment des Schweigens ein. Schon komisch. Vielleicht ist jeder mit der Annahme zum treffen gekommen, dass die anderen was unglaubliches zu erzählen haben und man darauf irgendwie von einem zum anderen Thema kommt und so den Abend sauber über die Bühne bringt. Das war ja auch die ersten zwei bis drei Stunden so. Vielleicht lag das auch einfach daran, dass alle mehr Leute erwartet haben. 
Das kommt vielleicht jetzt so rüber, dass das ein langweiliger Abend war. Das war es aber keinesfalls. Es war echt interessant, wie sich die Leute so verändert haben und was sie so erlebt haben. Die Veranstalterin, hat sogar bis vor 2 Wochen noch in Baden-Württemberg gewohnt. Krass! Ich weiß bis heute noch nicht, ob ich nach der Ausbildung in meiner Heimatstadt eine Wohnung suche, oder in Mönchengladbach. Und irgendwie hat es sich bestätigt, dass ich wohl ein Rentner bin, was das Autofahren betrifft. Ich mit 0-Punkten in Flensburg habe außer einem Lackschaden noch keinen richtigen Mist gebaut. Einen wurde innerhalb von drei Tagen zwei Mal das Auto abgeschleppt. Entweder hatte ich bis jetzt immer Glück oder ich bin weniger unterwegs, als sie. Ich denke eher letzteres. Demnächst soll sogar ein Stufentreffen geplant werden. Die Einladungen sollen oldscool mäßig per Post verschickt werden (nicht jeder hat ja Facebook). Da bin ich auch mal gespannt, wie viele da wohl (blauäugig) aufkreuzen werden. 

Und irgendwie passen doch beide Themen in einen Post. Hätt ich, als ich angefangen habe zu schreiben, nicht gedacht.  Aber siehe Überschrift. :)

Samstag, 16. Februar 2013

Light, zero, zero koffeinfrei?

Es ist Samstag. Endlich. Ich konnte das Wochenende wirklich gut gebrauchen, dann die Arbeit hat mich diese Woche echt geschlaucht. Am Freitag hatte ich endlich wieder Zeit ins Fitness-Studio zu gehen, was mir und meinem Körper sehr gut getan haben. Wie weit ich mit meinem Training zurückliege, will ich gar nicht wissen.
Auf jeden Fall wollte ich den Samstag nutzen, um unter anderem das Leergut aus dem Keller wegzubringen. Als ich grade gehen wollte, hat mich noch meiner Mutter zum Einkaufen verdonnert. "Wenn ich schon mal unterwegs bin, ...". Den Satz kenne ich etwas anders von meiner Arbeit. Wenn die Support-Leute von den Kunden "Ach, und wo ich sie gerade dran habe, ...", dann sieht man in ihren Gesichtern das Entsetzen! Teilweise so stark, dass sie mit ihren Kopf fast auf den Tisch knallen. Aber es gehört nun mal zu ihrem Job. Sie beantworten auch das Anliegen oder die Frage sehr höflich und so gut sie können und bleiben weiterhin am Telefon freundlich, aber dieser Nebensatz hat so eine emotionale Wirkung. Man denkt, ich kann nun auflegen, da kommt der Kunde mit einer weiteren Sache um die Ecke. Aber that's life. Und ich schweife wieder ab...
Auf jeden Fall hab ich mir das Leergut, was bei uns im Keller stand in Tüten gepackt und bin zu trinkgut gefahren. Während des ganzen Einkaufs habe ich Musik mit meinen Kopfhörern gehört. Außer in den wichtigen Momenten, als ich fahren musste und ans Zahlen ging. Musik entspannt beim Einkaufen. Man vergisst den Stress, die Hektik um sich herum und man läuft in seiner Matrix durch die Welt, begleitet von seiner Lieblingsmusik. Kann ich nur empfehlen.
Neben der Palette Milch, die ich holen sollte, hab ich mir selber noch ein Paar Dosen vom Pfand gekauft. Danach bin ich zum Supermarkt nebenan gefahren. Den Namen möchte ich jetzt nicht explizit nennen, da ich nicht sagen will, dass dieser Supermarkt der Beste ist. Bei trinkgut ist das was anderes, da hab ich mal gearbeitet. Als ich dann bei Rewe einen Parkplatz gefunden habe, gings mit dem Einkaufen weiter; mit Musik natürlich. Als ich dann alles beisammen hatte, ist mir in der Getränkeabteilung im Kühlschrank eine eigenartige neue Sorte von Coca-Cola aufgefallen: "Coca-Cola zero koffeinfrei". WTF?! Ich hätte nicht gedacht, dass es nach "zero" noch eine Steigerung gibt. Is ja klar, dass Deutschland zur Zeit auf nem Abnehm-Trip ist (I make you sexy, Kahn mit Weight Watchers), aber "zero koffeinfrei"? Cola macht ja echt bei allem mit.
Bei den Biersorten ist es ja mittlerweile nicht anders: Weißbier-alkoholfrei, Kristallweizen, light-alkoholfrei, die ganzen V+ Geschichten, und so weiter. Du kannst ja was in den Kommentaren ergänzen.
Neugierig wie ich bin, habe ich mir zwei Flaschen (siehe Bild) mitgenommen, und zu Hause probiert. Nun ja, wie soll ich sagen. Im Gegensatz zu Tieflkühl-Lasagne bekommt der Kunde wirklich was auf der Verpackung draufsteht. Cola ohne Zucker und Koffein. Es schmeckt wie Wasser, nur dass dess schwarz ist und man hat die Cola-typische Stärke an Kohlensäure. Wers mag oder genauso neugierig ist wie ich, sollte mal zugreifen. Aber auf Dauer? Ich weiß nich... Und ich weiß auch nicht, wie die Coca-Cola Comapny das wieder toppen will. Vielleicht "Cola light vitamin C koffeinfrei", oder "Cola durchsichtig", oder "Cola-Oreo". Man darf gespannt sein. Das traurige ist, dass die Schose funktioniert, ich habs ja gekauft. Asche über mein Haupt...
Schönes Wochenende wünsch ich Dir!

Sonntag, 10. Februar 2013

Die 5, die 4, die 1 und die wandernde 0


Manche Leute sind fest der Überzeugung, dass es einen Plan gibt. Den Plan. Den Plan, der unser aller Leben bestimmt. Oder ist das nicht einfach Zufall, dass die Dinge so passieren wie sie passieren? Seit meinem letzten Besuch bei trinkgut bin ich der Meinung, dass „Schicksal“ die richtige Beschreibung ist. Das Schicksal versetzt die Zahnräder so in Bewegung, dass es so passt. So soll es sein. So ergibt alles einen Sinn. Den Sinn folgender Geschichte kenn ich jedoch noch nicht. Vielleicht werde ich ihn nie wissen, weil einfach Zufall ist. Aber die Zahnräder, die in Bewegung gebracht wurden sind so „realistisch“ gesetzt, dass es irgendwas dazwischen war.
Als Auszubildender bei einem Software-Betrieb im dritten Lehrjahr, bin ich es inzwischen gewohnt, dass man mich von meiner eigentlichen Arbeit zerrt und Dinge machen muss, auf die keiner so richtig Bock hat. Darunter zählt zum Beispiel das Besorgen von Getränken für Kundenbesuche. Mit meinem Mitazubi, der in ner anderen Abteilung arbeitet, wechsel ich mich immer ab, was das Kisten holen betrifft. Dieses Mal war ich an der Reihe. Ich sollte einen Cola-Mischkasten, einen Wasserkasten mit Kohlensäure und „6“ Kisten Vittel besorgen. So viel habe ich noch nie holen müssen. Meistens waren es nur ein Kasten von jedem. Nun ja, wie auch immer. Vom Buchhalter habe ich mir dann einen Fuffi geben lassen und hab das Leergut in den Firmenwagen gepackt und bin zum trinkgut um die Ecke. Die Leergutabgabe und das Einkaufen waren jetzt nicht großartig spannend, dass sie in dieser Geschichte eine Erwähnung verdient hätten, aber es gehört dazu. Da ich in meiner Heimatstadt selber mal 18 Monate im Leergut gearbeitet habe, zähle ich ein wenig die Pfandbeträge zusammen. Daher schau ich aus Erfahrung immer genau auf dem Pfandbon. Da alles stimmte, habe ich die Kisten besorgt und bin zur Kasse. Wie der Zufall es wollte, habe ich noch was für mich selbst eingekauft. Auf meine Kosten natürlich. Wie aus dem Nichts habe ich Durst bekommen, hö hö. An der Kasse war ich dann etwas schockiert. Für die Sachen musste ich tatsächlich 54,01€ bezahlen. Da war das Leergut schon abgezogen. Da ich nur noch so viel Geld von mir selbst dabei hatte, um meine eigenen Sachen zu bezahlen, musste ich mit Karte zahlen. Schon krass. Wegen 4 Euro und einem Cent musste ich mein Plastikgeld zücken. Das selbe hat auch der Buchhalter gefragt. Zufall? Keine Ahnung. Da ich mich mit dem Buchhalter sehr gut verstehe, hat er ohne zu zögern mir die Differenz gegeben und ich durfte weiter meine Zeilen Code schreiben gehen. 
Am nächsten Samstag waren im meinen Portemonnaie nur noch ein 5 Euro Schein drin. Den Rest habe ich für meinen teuersten Deckel in meiner Stammkneipe gelassen, wo ich mit der Mutter meines besten Freundes immer Billard spielen gehe. Der Abend ist ne Geschichte für sich, daher ist mehr für den Hintergrund des Portemonnaie-Inhalts nicht notwendig zu wissen. Das Klimpergeld habe ich in meinem Sparschwein gepackt, damit man nicht denkt, dass meine Geldbörse von vielen Scheinen so schwer zu geht. Jedenfalls bin ich dann die Woche drauf, also letzten Freitag, nach der Arbeit zum trinkgut meiner Stadt gefahren, um mich mit einem Sixpack und 4 Dosen Red-Bull, die im Angebot waren, zu belohnen. Ich habe in meinem jugendlichen Leichtsinn gedacht, was mein Ausbilder in letzter Zeit immer wieder zu mir sagt, wenn ich meine Monatstests terminiere, dass ich mit meinem 5-Euro-Schein alles bezahlen könnte. ... Nein! Da ich noch meine leeren Dosen aus dem Auto noch am Pfandautomaten abgegeben hatte, hat sich der Preis auf 5,41€ gesenkt. Und da mein Kleingeld im Bauch meines Gladbach-Fohlens lag, musste ich schon wieder mit Karte bezahlen. Dabei viel mir auf, dass wieder die Zahlen 5, 4, 1 und 0 eine Rolle gespielt hatten. Nur in anderer Reihenfolge. Bei 50 Euro fehlten 4,01€, bei 5 Euro und 41 Cent. Und beides spielte in einem trinkgut ab. Verrückt oder? Oder ist es doch Zufall? Und wenn ja, warum stimmten dann die Zahlen, wenn auch nicht zu 100%? Haben die Illuminaten eine neue Zielgruppe? Oder war es ein Zeichen von oben, dass ich verdammt nochmals mehr Kleingeld mit mir rumschleppen sollte? Oder weniger zu trinken kaufen sollte? Oder beides? Ich weiß es nicht. Und das ist auch gut so. Es ist bei manchen Dingen einfach besser, wenn man den Grund nicht kennt. Wie in diesem Fall hier. Denn es ist einfach zu schön um wahr zu sein, dass diese Zahlen sich in der selben Ladenkette beim selben Typen wiederholen. Findet ihr nicht?

Warum blogge ich eigentlich?

Gute Frage. Ich bin eigentlich nicht der Typ, der viel redet oder schreibt. Aber wenn ich dann zu einem bestimmten Thema etwas beisteuern kann, dann rede ich gerne und manchmal viel.
Der eigentliche Grund dafür, dass ich mit dem bloggen angefangen habe ist Flight. Das ist ja dieser neue Film mit Denzel Washington, der einen Piloten spielt, der trotz seiner Alkoholprobleme mit einem Wahnsinns Flugmanöver eine Maschine notgelandet hat. Der Film regt einen zum Nachdenken an. So sehr, dass manche Leute anfangen Blogs zu schreiben. Damit bin wohl glaub ich ich gemeint.
Auf jeden Fall werde ich bestimmt den einen oder anderen Post machen, der für den / die eine/n oder andere/n interessant sein könnte. Nach dem Film habe ich mich auch entschlossen, meine Begegnung mit den 4 Zahlen 5, 4, 1, und 0 aufzuschreiben und zu teilen. Es kommen bestimmt noch andere Geschichten dazu. Ich will nicht zu viel versprechen, aber es wird legen, es kommt gleich, där!

Hallo Welt!...

Das sind ja so die ersten Worte eines neuen Programms, eines ersten Tweets oder sonst erstes, was man so startet. So hab ich das auf jeden Fall kennengelernt. Nun ja, das ist nun mein Block, auf den Du gestoßen bist. Ich hätte selber von mir niemals gedacht, dass ich mal einen Blog schreiben würde, aber Du liest ja selbst..
Dies ist also mein erster Post. Und es wird bestimmt nicht der letzte sein, so viel sei schon mal gesagt. Die Post werden auch nicht regelmäßig kommen, sie kommen so, wie das Leben ist. Unerwartet, überraschend und vielleicht auch mit einer Prise Humor und Selbstironie. Aber nur vielleicht. Die Zukunft wird den Verlauf dieses Blogs bestimmen. Und ich natürlich. Denn ich schreib den ja.
Bis zum nächsten Post

d3nitz